Artikelausdruck von Freestyle Amberg


Karate:
(Interessengemeinschaft für Selbstverteidigung an der St. Ludgeri-Kirche)

Seminar Goju Ryu ¬ Goshin Jutsu

 
Zu Beginn des Seminars wurden alle drei Nationalhymnen gespielt und anschließend zur Begrüßung der zahlreichen Gäste aus dem Ausland die geheime Hymne des Ruhrgebiets „Das Steigerlied“ gespielt. Danach führte der bekannte Dülmener Kampfkunstlehrer Thomas Telsemeyer ein gemeinsames intensives Aufwärmtraining der Extraklasse durch. Anschließend trainierte Sabum Telsemeyer mit allen Teilnehmern für Karateka ungewöhnliche Fußtritte, und Partnerübungen. Bereits nach einigen Minuten waren alle Trainierenden auf „Betriebstemperatur“. Der aus den Niederlanden angereiste Henk Gerrits lehrte Tritt-, Block- und Schlagtechniken aus seinem Goju Ryu Karate Stil. Sensei Gerrits machte dabei die Prinzipien der Bewegungslehre deutlich und brachte die Trainierenden auf „Trapp“. Der Belgier Harry Theuwen unterrichtete in seinen Einheiten eine hervorragende Karate Schule und verschiedene Einzel- und Partnertechniken aus dem Okinawa Goju-Ryu Karate. Sensei Theuwen demonstrierte mit unheimlicher Schnelligkeit ineinander greifende Blocktechniken. Der Gelsenkirchener Hanshi Hermann Harms zeigte kurze, trockene Block- und Schlagtechniken die in fließenden Bewegungen ausgeführt wurden. Sensei Harms entwickelt immer noch eine ungeheure Energie und Geschwindigkeit und ist punktgenau.
Die Referenten wechselten in regelmäßigen Abständen, so dass alle Teilnehmer die Gelegenheit bekamen, ihren Horizont für verschiedene Techniken und Übungsmethoden zu erweitern, die nicht in ihrem Verein oder Stil regelmäßig unterrichtet werden. Sinn und Zweck dieser Workshop-ähnlichen Ausrichtung des Lehrgangs ist es, Impulse und Ideen zu vermitteln und nicht, bekannte Techniken und Bewegungsabfolgen zu perfektionieren. Dies hat im regulären Training zu erfolgen. Dieser Lehrgang sollte den Teilnehmern die Möglichkeit eröffnen, auch Aspekte der Kampfkunst, speziell unter dem Gesichtspunkt der Selbstverteidigung, wie sie in anderen als der eigenen Kampfrichtung praktiziert werden. Es stand die Anwendung der Techniken im Rahmen der individuellen Möglichkeiten im Vordergrund. Bei dem bunten Gemisch an Sprachen, Stilrichtungen und neuen Techniken, wurde von den Teilnehmern eine hohe Konzentration gefordert. Den Abschluss bildete eine meisterliche Demonstration einer Kata durch den Belgier Sander Kums, 3.Dan Karate. Seit Jahren belegt er national und international erste Plätze. Zuletzt Anfang Mai in Essen. Sein Lohn für seine Demonstration war ein tosender Ablaus. Der Lehrgang fand in einer ausgesprochen freundlichen und freundschaftlichen aber konzentrierten Atmosphäre statt, wozu nicht zuletzt die Ausrichtung von Hermann Harms und seiner Familie, die die durch die Anstrengung sehr hungrigen Teilnehmer in den Lehrgangspausen frischen selbst gemachten Speisen und mit Getränken versorgten. Im Anschluss des Seminar erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde.
Die Sayonara-Party ging bis in den frühen Abend. Fröhlich und heiter fand ein reger Informationsaustausch statt. Die Seminarreihe findet nach den Ferien an weiteren Terminen in Belgien und in den Niederlanden statt.


Autor: heha
Artikel vom 27.05.2014, 19:07 Uhr

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