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Basketball:
(FC Bayern München)

Bayern-Korbjäger unterliegen Jena

 
In einem hochklassigen Basketballspiel vor der tollen Kulisse von über 800 Zuschauern verliert das Bayern Pro A-Team gegen Science City Jena mit 67:84.

Den Spielern aus München war der Ärger über die unnötige Auswärtsniederlage auf Schalke am vergangenen Wochenende deutlich anzumerken, von Beginn an war eine zusätzliche Portion Entschlossenheit mit Händen zu greifen. So verwandelte die Mannschaft von Georg Kämpf einen 0:4-Rückstand nach knapp vier Minuten in eine 7:4-Führung, und die Zuschauer konnten im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Karlsruhe eine erhebliche Leistungssteigerung feststellen: In der Verteidigung wurde engagiert zu Werke gegangen, im Angriff trat die Teamleistung in den Vordergrund. Doch auch die Gäste aus Jena mussten nach einem schwachen Saisonstart einiges gutmachen, wehrten sich nach Kräften und hatten nach dem ersten Viertel mit 15:12 die Nase vorn.

Das zweite Viertel war ein spannendes und ansehnliches Kopf-an-Kopf-Rennen, das viele Führungswechsel und damit beste Unterhaltung bot. Mit einem 34:34 gingen die Mannschaften zur Halbzeit in die Umkleidekabinen, während sich die Zuschauer an einem kurzen Spiel des U12-Nachwuchses unter der Leitung von Jugendtrainer und Bayern-Urgestein Frank Kropp erfreuen konnten.

Auch im dritten Viertel schenkten sich die Bayern und die Gäste aus Jena nichts und kämpften um jeden Zentimeter auf dem Parkett. Die Spielweise der Bayern berechtigte zu der Hoffnung auf den ersten Heimsieg. Seth Engelken traf seinen vierten Drei-Punkte-Wurf, und endlich kam auch Hüne Stuart Robbins in Fahrt, räumte unter den Körben ordentlich auf und erzielte wichtige Treffer. Die Partie blieb ausgeglichen und hochdramatisch - beste Voraussetzungen für eine Riesenstimmung auf den Rängen, denn neben den Bayern-Fans wussten auch die zahlreichen mitgereisten Jena-Anhänger ihr Team lautstark zu unterstützen. Mit dem hauchdünnen Vorsprung von 50:49 gingen die Münchner in die letzte Viertelpause.

Im abschließenden Viertel schien die Begegnung zwei Minuten lang exakt wie zuvor zu verlaufen, doch dann kippte der Spielverlauf. Jena traf plötzlich alles und sogar die eigentlich "unmöglichen" Würfe, wie der starke Drew Williamson unter Bedrängnis und mit Ablauf der 24 Sekunden im Rückwärtsspringen aus der Ecke des Spielfeldes. Uff!
Bemerkenswert war auch der Nachwuchsspieler Björn Blossey aus Jena, der im letzten Viertel zum ersten Mal das Spielfeld betrat und mit einer hundertprozentigen Trefferquote frech 10 Punkte erzielte.

Und bei den Hausherren? Hier lugten die meisten Würfe eben allesamt nur in den Korb, um dann doch wieder herauszuhüpfen. Es war zum Verzweifeln, aber der Ball wollte nicht in den Korb der Thüringer, die auf diese Weise schnell davonzogen und den 67:84-Endstand sicherten, dessen Höhe dem über 32 Minuten knappen Spielverlauf nicht so recht entspricht.

Jenas Coach, Sean McCaw, bestätigte dies in der anschließenden Pressekonferenz und zollte den Münchnern großen Respekt. Georg Kämpf zeigte sich maßlos enttäuscht, machte seinem Team allerdings keinen Vorwurf, denn die kämpferische Einstellung habe bei allen gestimmt. Dennoch kündigte er Veränderungen in der Mannschaftsstruktur an.

München: Kelvin Parker (15 Punkte/2 Dreier), Tim Morris (12/2), Seth Engelken (12/4), Stuart Robbins (10), Michael Buse (9), Jamar Howard (7), Markus Hübner (2), David Rotim, Antonio Lang, Kevin Schütz und Tobias Korndoerfer.

Jena: Seggelke (19/3), Williamson (18/4), Uhegwu (11/1), Blossey (10/2), Black (8), Fairley (8), Linke (5/1), De Michael (3/1), Pätz und von Fintel.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 27.10.2008, 10:29 Uhr

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