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Basketball:
(FC Bayern München)

Bayern-Basketballer verlieren in der Liga Pro A gegen Karlsruhe

Mit 77:86 (45:35) zogen die FCB-Korbjäger gegen die BG Karlsruhe am vergangenen Samstag den Kürzeren. Das Ziel war klar: Die Kämpf-Schützlinge wollten nach dem eindrucksvollen Pokal-Sieg gegen Bayreuth endlich ihren ersten Heimsieg in der Liga Pro A unter Dach und Fach bringen. Doch aus unerfindlichen Gründen gelang es nicht, den Schwung aus dem Hit gegen Bayreuth in die Partie gegen die Karlsruher mitzunehmen. Die Mannschaft von der Säbener Straße fand äußerst schlecht ins Spiel und wirkte eher verhalten und schlecht konzentriert, so dass man ruckzuck 0:9 ins Hintertreffen geriet. Hinten machte man es den Gästen zu leicht, vorne rieb man sich in Einzelaktionen auf - immerhin schien Tim Morris an seine Leistung aus dem Pokalspiel anknüpfen zu können und erzielte Punkt um Punkt. Mit einem knappen 20:22-Rückstand nach zehn Minuten waren die Bayern angesichts des bisherigen Spielverlaufs gut bedient, bevor im zweiten Viertel die stärkste Phase der Bayern zu bewundern sein sollte. Endlich machte die FCB-Truppe in der Verteidigung ordentlich Druck und spielte im Angriff als Team. Sehr erfreulich war die zunehmende Sicherheit von David Rotim, Antonio Lang und Markus Hübner. Gekrönt wurde diese Vorstellung durch eine beeindruckende Flug-Einlage von Jamar Howard, der den Ball nach feinem Zuspiel von Kelvin Parker aus der obersten Etage in den Korb hämmerte. Die Fans jubelten entzückt und konnten wenig später eine vielversprechende 45:35-Führung zur Halbzeit von der Anzeigetafel ablesen. "Da kann doch nicht mehr viel schiefgehen!", war hier und da zu vernehmen. Zu früh gefreut! Denn das dachten wohl auch die Spieler und kamen verändert auf das Parkett zurück. Plötzlich lief nichts mehr, der komfortable Vorsprung schmolz permanent und verwandelte sich zur letzten Viertelpause prompt in einen 56:57-Rückstand. Im abschließenden Viertel konnten die Münchner zwar auf Tuchfühlung bleiben, vergaben aber zu viele einfache Möglichkeiten und leisteten sich überflüssige Ballverluste. Auf diese Weise vergab das Team von Georg Kämpf die Chance, den Sack rechtzeitig und entschlossen zuzumachen und hielt die Gäste um den starken Dima Rastatter im Spiel. Vielleicht rechneten die Bayern auch damit, in dieser Begegnung wieder per Endspurt zum Erfolg kommen zu können - nur leider machte man diese Rechnung ohne die motivierten Karlsruher, die offenbar gewarnt waren und entschlossen gegenhielten. Verzweifelt versuchten Kelvin Parker und Co., das Ruder noch einmal herumzureißen, doch an diesem Abend gelang dies eben nicht. Georg Kämpf war unzufrieden mit der Art und Weise, wie leichtfertig der Halbzeit-Vorsprung vertändelt wurde, vermutete allerdings auch, dass der Kraftakt gegen Bayreuth nur wenige Tage zuvor wohl zu viel Substanz gekostet habe. Nun muss optimistisch nach vorne geschaut werden. Die Mannschaft hat jetzt eine Woche Zeit, um sich zu regenerieren und sich konzentriert auf die nächste wichtige Partie am kommenden Samstag auf Schalke vorzubereiten.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 13.10.2008, 10:34 Uhr

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