Artikelausdruck von Freestyle Amberg


Skaterhockey:
(RSC Aachen 1986 e.V.)

Chronik von Sieg und Jubel, sowie Niederlage und Trauer

 
Am Samstag konnte man nicht besser als mit einem 2:0 in den ersten Minuten in das Spiel kommen. Die Schiedsrichterin, die leider in diesem Spiel auf sich allein gestellt war, hatte alle Hände voll zutun, da die Spieler sich nichts schenkten und beherzt in die Zweikämpfe gingen. Dementsprechend lenkte sie das Spiel mit konsequenter Bestrafung in die richtige Bahn. In Minute 9 kann Kevin Willms die Führung auf 3:0 erhöhen und Marvin Schüring kann das Gegentor, welches durch eine Strafe gegen ihn entstand, sofort ausgleichen, sodass die Panthers mit einer entspannten 4:1 Führung in die Pause gehen. Im weiteren Spielverlauf zeigen sich die Stürmer von ihrer besten Seite und allen war es vergönnt einen Treffer im gegnerischen Tor zu markieren. Auf die Verteidigung war ebenfalls Verlass, da beim Vier gegen Vier kein Durchkommen für die Gäste aus Merdingen schien. Am Ende gewinnen die Panthers nach einer ordentlichen Vorstellung tatsächlich verdient mit 13:6. "Das Spiel war gut, diese Spielweise wollen wir mit weniger Strafzeiten mit in das morgige Spiel mitnehmen", war die Ansage des Co-Trainers Marvin Schüring nach dem Spiel.
Leider sollte er nicht Recht behalten, da die Panthers am Sonntag weniger konsequent agierten als noch am Vortag. "Der Biss aus dem ersten Spiel und der Erfolg im Abschluss hat leider heute gefehlt", war sein Statement nach dem zweiten Spiel. Die trauernde und ungläubige Miene ist dabei beispielhaft für das ganze Team. "Die Strafzeiten haben uns in Rückstand gebracht und wir haben uns das Spiel zeitweise aus der Hand nehmen lassen", versuchte Kapitän Christof Malzkorn zu erklären. Das Spiel begann denkbar schlecht: Schon nach 2 Minuten sitzt Jan Braun zum ersten Mal auf der Strafbank. Die Dritte Strafe in diesem Drittel wird in der 16. Minute dann auch von drückenden Merdingern bestraft. Etwas irritiert saß die Mannschaft in der Kabine, hatten sie sich das Spiel doch etwas anders vorgestellt, obwohl jeder genau weis, dass ein 1:0 Rückstand beim Hockey rein garnichts bedeutet. Chancen hatten die Kaiserstädter bereits im ersten Drittel genug die Fürhung ihrerseits zu erzielen bzw. später den Ausgleich zu schießen, sie scheiterten jedoch immer wieder an Schlussmann Jens Berger der Merdinger, der an diesem Tag eine starke Vorstellung gab. Somit glaubten die Panthers mit einer sicheren Spielweise im eigenen Drittel, werden die Chancen vorne früher oder später verwandelt.
Dies schien mit dem Treffer von Jan Braun in der 25. Minute auch Wirklichkeit zu werden, doch fielen sich die Panthers wieder selbst zum Opfer: zwei Strafzeiten werden nacheinander auch mit zwei Toren abgestraft und wieder gehen die Panthers mit Rückstand in die Pause. Auch diesmal fehlte es den Kaiserstädtern nicht an Torchancen, doch war vielleicht der Druck zu hoch, sodass viele Schüsse knapp über oder neben das Tor gingen. "Das kann nicht sein, jetzt aber vollgas", waren die Gedanken und Stimmung in der Kabine.
Die Panthers waren sichtlich bemüht, konnten den Anschlusstreffer allerdings nicht erzwingen. Den frei aufspielenden Merdingern fiel das leichter, ging es für sie auch um nichts mehr. Schon in der 41. Minute steht ein 1:4 auf der Anzeigetafel. Erst jetzt, also 40 Minuten zu spät, fand Aachen ins Spiel. Chance um Chance wurde herausgespielt, doch erst in Minute 55 kann Jan Braun mit dem 2:4 Anschlusstreffer den Knoten zum Platzen bringen. Angriff um Angriff rollte nun auf das Merdinger Tor, doch war neben dem guten Schlussmann auch der Pfosten und die Latte mehrmals im Weg. Die Spannung war spürbar, konnte doch noch die Wende gelingen? 58. Minute: Kay Braun versucht den Torschuss aus halbrechter Position und Marvin Schüring kann den Abpraller mit der Rückhand zum 3:4 verwandeln. Nun waren die Panthers und deren Zuschauer da, ging es hier doch um so viel. Bei diesem Spielstand blieb es trotz einer überzeugenden Enphase.
"Der Aha-Effekt kam viel zu spät, wir haben den Gästen durch weniger aggressives Forechecking zu viel Raum gegeben und ihnen durch die Strafen Möglichkeiten zum Torerfolg geboten. Ein bisschen Pech hatten wir auch, doch das soll keine Entschuldigung sein", fasste Schüring das Spiel noch einmal zusammen. "Jetzt geht die Saison in die Verlängerung, aber die Aufgabe Relegation nehmen wir an!", blickte Kay Braun dann auch schon wieder nach vorn. "Klar ist diese Niederlage sehr schmerzhaft, das hatten wir uns anders vorgestellt. Doch müssen wir uns nun als Team beweisen und trotzdem zusammen weiterkämpfen", versucht Trainer Jan Braun die Kräfte auf die kommende Aufgabe auszurichten. Gegen wen die Panthers in der Relegation nun antreten müssen ist noch unbekannt. Wir halten sie selbstverständlich auf dem laufenden und hoffen natürlich, dass die Panthers dann die Chance wahrnehmen und den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen.


Autor: rama
Artikel vom 28.09.2011, 16:02 Uhr

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