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Inline Hockey:
(RSC Aachen 1986 e.V.)

Ein Spiel fällt dem Regen, das Andere den Aachener Knien zum Opfer

 
Nachdem die Mannschaft am Samstag nicht spielen konnte ging man am Sonntag umso motivierter in die Partie gegen Bräunlingen. Die Stimmung in der Mannschaft stimmte und sollte sich die weite Fahrt in den Süden doch in Form von Punkten bezahlt machen. Von Beginn an wurde den vielen Zuschauern in der Halle der Bräunlinger ein technisch gutes und körperbetontes Hockeyspiel geboten. Mit einem etwas unglücklichen Eigentor gingen die Gastgeber schon in der zweiten Spielminute in Führung. Davon unbeeindruckt glich der starke Kevin Willms in der 10. Minute zum 1:1 Zwischenstand aus.
Auch das zweite Drittel begann mit gutem Hockey und der erneuten Führung der Bräunlinger nach drei gespielten Minuten. Marvin Schüring fand prompt die passende Antwort und glich etwa zwei Minuten später wieder aus. Doch hielt die Freude nur eine weitere Minute an, bis es wieder 3:2 für die Schwarzwälder hieß. Den Aachenern gelang daraufhin nochmals zur Halbzeit der Partie der Ausgleich zum 3:3 durch Lorenz Wruck, der den Ball irgendwie über die Linie stochern konnte. Mit einer 5-Minuten-Strafe und einer weiteren kleinen Strafe, trat wohl so etwas wie der Wendepunkt der Partie ein und der RSC ging mit einem 6:3 Rückstand in die Pause.
Voller Tatendrang kamen die Panthers wieder aus der Pause und wollten zeigen, dass man sich von einem Rückstand nicht beeindrucken lässt. Kay Braun setzte mit dem 6:4 Anschlusstreffer das richtige Zeichen und alles schien wieder offen... Doch was schließlich folgte ist in der Geschichte des RSC wohl einmalig: weitere drei 5-Minuten-Strafen wegen Kniechecks wurden gegen Aachen ausgesprochen, begleitet von einigen anderen Strafen, was zur Folge hatte, dass die Panther bis zum Ende des Spiels fast pausenlos in Unterzahl agieren mussten (Summiert ergeben sich über 60 Strafminuten). Spielertrainer Marvin Schüring und Kay Braun, die bis dahin auf dem Platz durch spielerisches Können überzeugt hatten, mussten sogar mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe das Spielfeld verlassen und sind somit für das nächste Spiel gegen Velbert gesperrt. Damit wurde das Spiel für die Panthers fast zur Nebensache, da viele Aktionen der Kaiserstädter eine Strafzeit nach sich zog. Ob die RSC Aachen Panthers nun tatsächlich die unfairen Spieler sind, die mit Kniechecks die Gesundheit ihrer Gegenspieler gefährden, wie es auf dem Papier steht, ist doch mehr als fraglich. Fassungslosigkeit und Wut war das Gefühl welches sich auf der Aachener Bank ausbreitete, hatte die doch sonst schöne Auswärtsfahrt ein mehr als bitteres Ende im 10:4 Endstand gefunden. Der zur Unterstützung mitgefahrene Kapitän Christoph Malzkorn tat sich schwer passende Worte zu finden: „Was heute in der Halle passiert ist, war nicht gerecht. Man hat uns das Spiel aus der Hand genommen, obwohl wir stark und fair gekämpft haben.“, waren seine betrübten Worte zum Spiel.
Ohne Zweifel muss man dennoch festhalten, dass sich dort zwei hochklassige Mannschaften gegenüberstanden und Bräunlingen ein starke Vorstellung geboten hat. Der RSC wird sich davon jedoch nicht weiter beeindrucken lassen und blickt nach vorn, wenn auch das nächste Spiel ohne Schüring und Braun am 29.5 ein Schweres in Velbert werden wird.


Autor: rama
Artikel vom 20.05.2011, 16:25 Uhr

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