Artikelausdruck von Freestyle Amberg


Prellball:
(VFL Oldenburg)

Frauen-40 und Männer-60 des VfL für die "Deutschen" qualifiziert

 
Die Anweisung an die Schiedsrichter, weniger hart zu pfeifen und die Spiele laufen zu lassen, mag ja gut gemeint sein und hat sicherlich auch längere Spielzüge zur Folge, geht aber an den Bedürfnissen der meisten Aktiven vorbei und führt immer wieder dazu, dass technisch bessere Mannschaften ihre Spiele verlieren und frustriert mit dem Gedanken spielen, zukünftig auf gewisse Veranstaltungen zu verzichten. So mal wieder geschehen am 18. + 19.03. bei den "Norddeutschen" beim SF Ricklingen. Den Spielerinnen und Spielern, die sich im Aufbau befinden, mag diese Regelauslegung entgegen kommen, viele andere verlieren die Lust am Prellball (die Betonung liegt auf "Prell"), wenn Punkte nur noch dann entstehen, wenn der Gegner mal in's Aus oder in die Leine schlägt. Ausschlaggebend für dieses Dilemma ist die Tatsache, dass nur wenige Schiedsrichter -egal ob sie über einen A-, B- oder C-Schein verfügen- das Fingerspitzengefühl besitzen, gleichmäßig auf beiden Seiten Fehler zu tolerieren. Wenn dann noch Betreuer hinter der Grundlinie stehen, die sich dort aufführen wie Urmenschen und grundsätzlich nur Fehler beim Gegner sehen, ist das Chaos perfekt (Die [Klein-] Geister, die ich rief).

Resümierend kann man zur Frauen-40 Konkurrenz sagen, dass die Erstplatzierten vom MTV Wohnste auch genauso hätten letzter werden können, und umgekehrt die Letztplatzierten vom VfL Oldenburg erster. Die Erklärung dafür ist sicherlich nicht nur in der Ausgeglichenheit dieser Gruppe zu suchen. Die Tatsache, dass die Damen des VfL als einzige in der Lage waren, dem späteren Meister Punkte abzunehmen, unterstreicht diese Behauptung. Nur gut, dass bereits alle Mannschaften dieser Gruppe für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert waren.
1. MTV Wohnste
2. MTV Itzehoe
3. VSK Osterholz-Scharmbeck
4. VfL Oldenburg

Für die Männer-60 des VfL wird es nach dem Rücktritt von Günther Frers immer schwieriger, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Zwar konnte man nach der Genesung von Herbert Fierkens wieder zu viert antreten (die Landesmeisterschaften mussten Klaus Wiechmann, Detlef Sill und Christian Obst zu dritt bestreiten), dafür war Klaus verletzt aufgelaufen und durch seine bandagierte Hand sicherlich gehandicapt.
Nichts desto Trotz konnten die Vorrundenspiele gegen den Rendsburger TSV und den TV Mahndorf souverän gewonnen werden und so wurde ein 2. Platz in dieser Gruppe gesichert.

(-: Über das Spiel gegen den SV Werder decken wir einfach mal den Mantel des Schweigens :-)

Knapper wurde es dann schon im Vorkreuzspiel gegen den TSV Tempelhof-Mariendorf - zum Glück konnte dieses Spiel mit 33 : 30 gewonnen werden und das Halbfinale und somit die Qualifikation zur "Deutschen" war erreicht. Ähnlich deutlich wie gegen Werder, waren dann auch die Spielanteile gegen die nächsten Bremer vom TV 1875 im Halbfinale. Noch vor zwei Jahren konnte die Mannschaft um Hans-Peter Schriefer locker geschlagen werden - die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Nach dem 25 : 42 galt es jetzt, sich auf das Spiel um Platz drei zu konzentrieren um sich gegen den TSV Burgdorf für die Niederlage bei den Landesmeisterschaften zu revanchieren. Denkste - wie schon vor fünf Wochen in Schladen war es eine denkbar knappe Angelegenheit mit dem besseren Ende für die Burgdorfer und so wurde der Platz auf dem Treppchen, nicht aber die Qualifikation zur "Deutschen", leider verpasst.

Nach langer Zeit wird der VfL mal wieder mit zwei Mannschaften bei den Deutschen Titelkämpfen vertreten sein - wir können zufrieden sein und auf einen glücklicheren Verlauf in Burgdorf am 29. und 30. April hoffen.
Detlef Schallhorn


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Artikel vom 30.03.2006, 17:12 Uhr

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