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Prellball:
(VFL Oldenburg)

VFL Oldenburg -Prellball-

 
Am Samstag, den 24.05.2003 traten in der vereinseigenen Halle des VFL Oldenburg 13 Mannschaften aus 10 Vereinen zum diesjährigen Prellballturnier an.

Die Mannschaft mit der weitesten Anreise, der TSV Tempelhof-Mariendorf aus Berlin, hatte sich bereits am Freitag auf den langen Weg nach Oldenburg gemacht, um hiesige kulinarische Spezialitäten zu geniessen und sich diese dann am Abend beim wöchentlichen Training des VFL wieder "abzuarbeiten". Desweiteren waren Vereine aus den Räumen Düsseldorf, Hannover, Melle und Bremen für dieses Ereignis gemeldet, was unterstreicht, dass sich dieses Turnier bereits überregional publik gemacht hat. Die durchweg positive Reaktion der in diesem Jahr angetretenen Mannschaften, was Ablauf und Besetzung der Veranstaltung betraf, lässt darauf hoffen, dass dieses Turnier eine gewisse Eigendynamik entwickelt und sich so die Zahl der Meldungen weiter steigern lässt.

Nach einer Ansprache des Vereinsvorsitzenden, Herrn Günther Bredehorn, wurde dann auch um Ergebnisse gerungen: In der Männerklasse 30 setzte sich erwartungsgemäß der amtierende Deutsche Meister SF Ricklingen vor dem TSV Burgdorf durch. Dritter wurde der TSV Tempelhof-Mariendorf vor dem ATS Buntentor Bremen und dem VFL Oldenburg. In der Männer 60 ging der Haaner TB als Pokalsieger hervor, gefolgt vom VFL Oldenburg, dem TSV Riemloh 1 und dem TSV Riemsloh 2. Das Duell in der Frauen 30 konnte der TUS Schwachhausen aus Bremen vor den VFL-Damen, in der Klasse Mixed der TV Baden vor dem TV Sottrum für sich entscheiden.

Die Ehrung der vier Pokalsieger fand im Rahmen eines sich anschließenden Grillfestes direkt neben der Halle statt - Geselligkeit wird in dieser Sportart sehr groß geschrieben.

Bei all' diesen hier geschilderten, positiven Eindrücken, gibt es aber auch etwas massiv zu kritisieren: Bereits ab Mitte Februar wurden Einladungen zu diesem Turnier verteilt - Einladungen, in denen wir ausdrücklich darum gebeten hatten, diese auch zu beantworten. Und wir formulierten diese Bitte sicherlich nicht deshalb, weil wir den zuständigen Briefträger beschäftigen wollten, oder Verträge mit diversen Internet-Providern haben. Jeder, der ein solches Turnier organisiert, versucht auf diesem Wege Daten zu aktuallisieren und/oder Differenzierungen bezüglich der Einladungen für das kommende Jahr vorzunehmen, was durchaus nicht unwichtig ist. Allen Ortes wird sich darüber beklagt, dass die Zahl der Aktiven und somit auch die Anzahl der Veranstaltungen abnimmt - gar vom Überleben dieser Sportart ist die Rede - doch was hier an Resonanz kam, war im Hinblick auf die geschilderte Problematik nicht mehr nachzuvollziehen. Von 137 angeschriebenen Vereinen waren offensichtlich 95 mit dieser Bitte hoffnungslos überfordert. Besonders enttäuschend war dabei die Tatsache, dass sich ausgerechnet die Vereine von Personen, die glauben, als Funktionäre auf Landes- oder gar Bundesebene besonders viel für den Prellball zu tun, dabei hervortaten. Bei dieser Form von Ignoranz muss einem tatsächlich Angst und Bange um diesen Sport werden, und ich wünsche all' denen, die sich jetzt hoffentlich angesprochen fühlen "GUTE BESSERUNG". Bei den anderen 42 Abteilungsleitern möchte ich mich hiermit ausdrücklich bedanken.

Detlef Schallhorn


Autor: desc
Artikel vom 05.06.2003, 11:51 Uhr

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