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Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle Berlin
 
DHB-Junioren ringen Färöer nieder und kämpfen am Montag um den WM-Gruppensieg

Achtelfinaleinzug perfekt gemacht, den vierten Sieg im vierten WM-Spiel eingefahren - und nun am Montag (21 Uhr) ein echtes Finale um den Gruppensieg gegen Norwegen vor der Brust: Nach einem harten Stück Arbeit hatten die DHB-Junioren am Sonntagabend allen Grund zum Jubeln. Aber die Färöer Inseln waren ein größerer Brocken, als viele erwartet hatten. Das 29:21 (9:12) war härter umkämpft, als es das Endergebnis aussagt. Erst nach dem 21:20 neun Minuten vor dem Ende konnte sich die Mannschaft von Erik Wudtke und Klaus-Dieter Petersen absetzten. Beste DHB-Werfer waren Johannes Golla, Lars Weissgerber und Marian Michalczyk mit je fünf Treffern, daneben zeigte Torwart Joel Birlehm eine starke zweite Hälfte.

Zuvor hatten die Norweger mit dem ungefährdeten 41:16-Erfolg über Chile ihren ebenfalls vierten WM-Sieg im vierten Spiel eingefahren und sich so wie die DHB-Auswahl vorzeitig und bislang verlustpunktfrei für das Achtelfinale qualifiziert. Am Montag um 21 Uhr (Livestream unter https://www.youtube.com/channel/UCVje4im7SbBAPA6kY_uoWjA/live) kommt es somit zum großen Showdown. Aufgrund der um elf Treffer besseren Tordifferenz reicht der deutschen Mannschaft bereits ein Remis, um die Gruppe A als Erster zu beenden. Trotz der Niederlage gegen die DHB-Auswahl sind auch die Färöer-Handballer in der Runde der letzten 16 vertreten, die am Mittwoch ausgespielt wird.

Der deutsche Achtelfinalgegner wird derweil definitiv eine europäische Topnation sein: In der Parallelgruppe B stehen alle vier Achtelfinalisten bereits vor dem finalen Spieltag fest: Frankreich und Slowenien führen mit je sieben Punkten die Tabelle vor Dänemark (6) und Schweden (4) an. Wird deutlich Erster, geht es im Achtelfinale gegen den Vierten aus Gruppe B, als Zweiter gegen den Dritten.

Dass es lange Zeit gegen die Färöer so eng werden würde, danach hatte es in den ersten Minuten nicht ausgesehen. Locker und leicht - und mit der von Wudtke geforderten stärkeren Defensive - setzte sich der Vize-Europameister nach zehn Minuten auf 5:2 ab. Doch dann nahm in allen Mannschaftsteilen die Fehlerquote erheblich zu, zunächst gelang den in dieser Phase sehr offensiv verteidigenden Färöern der Ausgleich - und selbst eine Auszeit Wudtkes vermochte den Abwärtstrend nicht zu stoppen. Nach einer 8:1-Serie hieß es überraschend 10:6 für die Underdogs, die sich zum ersten Mal für eine Weltmeisterschaft qualifiziert haben.

„Nach einem guten Start hat uns einfach die Laufbereitschaft im Angriff und auch die Aggressivität in der Abwehr gefehlt. Die Spieler haben scheinbar gedacht, dass es so einfach weitergeht.“, bilanzierte Wudtke die erste Hälfte: „Neun Tore sind einfach zu wenig, dahinter lagen wir zurecht hinten.“

Nach dem 9:12-Halbzeitrückstand hatten die vielen deutschen Fans in der Halle in Algier auf eine Reaktion ihrer Mannschaft gehofft - doch sie mussten erst einmal warten. Nach 39 Minuten hieß 16:13 für die Skandinavier, ehe vor allem eine Serie von Paraden von Torwart Joel Birlehm für die Wende sorgte. Nach vier Treffern in Folge stand beim 17:16 wieder eine deutsche Führung auf der Anzeigetafel.

Aber die Nordlichter aus dem kleinsten WM-Teilnehmerland (nur rund 50.000 Einwohner) gaben sich nicht auf. Wie schon bei den Siegen gegen Korea und Chile zeigten die Färöer ihren Kampfgeist, glichen mehrfach. Erst ein Doppelschlag von Marian Michalczyk und Franz Semper zum 23:20 sieben Minuten vor dem Ende brachte die DHB-Junioren schließlich auf die Siegerstraße. Und als Lars Weissgerber mit einem herrlichen Heber von Außen zum 25:20 traf, waren alle Zweifel am vierten Sieg im vierten WM-Spiel beseitigt. Der Saarlouiser erzielte dann auch per Siebenmeter den Endstand von 29:21. Wie schon gegen Korea trug sich Birlehm in die Torschützenliste, traf zum 28:20.

„Das Spiel war für die Jungs hoffentlich ein Schuss vor den Bug, sie wissen damit umzugehen, auch wenn wir nach der Pause unsere Aufgaben besser gelöst haben und die zweite Hälfte 20:9 gewannen“, sagte Wudtke, der nun „ein echtes Endspiel“ gegen Norwegen erwartet: „Die Norweger verfügen über ein Top-Gegenstoßspiel. Unser Ziel ist der Gruppensieg, wenn wir also unsere gewohnte Laufbereitschaft zeigen, sollten wir gewinnen können.“

(Quelle und mehr unter www.dhb.de)


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Autor: heop
Artikel vom 24.07.2017, 10:55 Uhr
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